§ 222 StGB. Fahrlässige Tötung

Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 15. Mai 1871
[1. Januar 1975][1. September 1969]
§ 222. Fahrlässige Tötung § 222
Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.
[1. September 1969–1. Januar 1975]
1§ 222. Wer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.
Anmerkungen:
1. 1. September 1969: Artt. 3, 4, 5 Abs. 3, 102, 105 Nr. 1 Buchst. b des Gesetzes vom 25. Juni 1969, Bekanntmachung vom 1. September 1969.

Umfeld von § 222 StGB

§ 221 StGB. Aussetzung

§ 222 StGB. Fahrlässige Tötung

§ 223 StGB. Körperverletzung

Entscheidungen zu § 222 StGB

Bundesgerichtshof StGB § 222 Wer durch ein rechtswidriges Vorverhalten die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang herbeigeführt hat, kann auch dann wegen fahrlässiger Tötung bestraft werden, wenn er den zum Tode führenden Schuß in Notwehr abgibt. BGH, Urteil vom 22. 11. 2000 - 3 StR 331/ 00; LG Kiel (Lexetius.com/2000,2935 [2001/2/217]) Der 3. Strafsenat …
Bundesgerichtshof StGB § 222 Wer infolge einer Täuschung durch das Opfer vorsatzlos aktive Sterbehilfe leistet, nimmt nicht an einer tatbestandslosen Selbstgefährdung teil. BGH, Urteil vom 20. 5. 2003 - 5 StR 66/ 03; LG Hamburg (Lexetius.com/2003,3868) Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 20. Mai 2003, an der teilgenommen haben: Vorsitzende Richterin Harms, Richter …
Bundesgerichtshof StGB §§ 222, 229 Zur Abgrenzung der Verantwortlichkeiten für einen Gebäudeeinsturz bei arbeitsteiliger Erledigung der Bauleistungen durch verschiedene Gewerke. BGH, Urteil vom 13. 11. 2008 - 4 StR 252/ 08; LG Schwerin (Lexetius.com/2008,3417) Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 13. November 2008, an der teilgenommen haben: Vorsitzende Richterin …
Bundesgerichtshof StGB § 222, § 228, § 229 1. Die Abgrenzung zwischen Selbst- und einverständlicher Fremdgefährdung richtet sich bei Fahrlässigkeitsdelikten nach der Herrschaft über den Geschehensablauf. 2. Zur rechtfertigenden Wirkung einer Einwilligung bei gefährlichem Handeln im Straßenverkehr. BGH, Urteil vom 20. 11. 2008 - 4 StR 328/ 08; LG Konstanz (Lexetius.com/2008,3584) Der 4. Strafsenat …
Bundesgerichtshof StGB §§ 222, 227 Zur Verantwortlichkeit eines im Beweissicherungsdienst tätigen Arztes für tödlich verlaufenen Brechmitteleinsatz gegen Drogen-Kleindealer. BGH, Urteil vom 29. 4. 2010 - 5 StR 18/ 10; LG Bremen (Lexetius.com/2010,1287) Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat aufgrund der Hauptverhandlung vom 27. und 29. April 2010, an der teilgenommen haben: Vorsitzender …
Bundesgerichtshof StGB § 222; BtMG § 29, § 30 Zu der die Art und Zusammensetzung eines Betäubungsmittels betreffenden Sorgfaltspflicht desjenigen, der dieses einem anderen unerlaubt zum unmittelbaren Verbrauch überlässt. BGH, Urteil vom 29. 4. 2009 - 1 StR 518/ 08; LG Ellwangen (Lexetius.com …. Hardtung in MüKo-StGB § 222 Rdn. 22) wie den Umstand, dass B. K. sein sich selbst gefährdendes Verhalten …
Bundesgerichtshof StGB § 222, BtMG 1981 § 30 Abs. 1 Nr. 3 Zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit bei Abgabe von Heroin und Tod des Rauschgiftkonsumenten. BGH, Urteil vom 11. 4. 2000 - 1 StR 638/ 99; LG Karlsruhe (Lexetius.com/2000,602 [2000/10/409]) Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 11. April 2000, an der teilgenommen haben: Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof …
Bundesgerichtshof StGB § 222; BtMG § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Buchst. a, § 13 Abs. 1; BtMVV § 5 1. Zur "begründeten Anwendung" im Sinne von § 13 Abs. 1 BtMG bei der ärztlichen Verschreibung von Betäubungsmitteln im Rahmen der Substitutionstherapie opiatabhängiger Patienten. 2. Die Stellung als behandelnder Substitutionsarzt eines opiatabhängigen Patienten als solche begründet …