§ 263a StGB. Computerbetrug

Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 15. Mai 1871
[1. Juli 2017]
1§ 263a. Computerbetrug.
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflußt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
2(2) § 263 Abs. 2 bis 6 gilt entsprechend.
3(3) Wer eine Straftat nach Absatz 1 vorbereitet, indem er Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, feilhält, verwahrt oder einem anderen überlässt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
4(4) In den Fällen des Absatzes 3 gilt § 149 Abs. 2 und 3 entsprechend.
Anmerkungen:
1. 1. August 1986: Artt. 1 Nr. 9, 12 des Gesetzes vom 15. Mai 1986.
2. 1. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 35, 8 des Gesetzes vom 13. April 2017.
3. 28. Dezember 2003: Artt. 1 Nr. 10, 4 des Zweiten Gesetzes vom 22. Dezember 2003.
4. 28. Dezember 2003: Artt. 1 Nr. 10, 4 des Zweiten Gesetzes vom 22. Dezember 2003.

Umfeld von § 263a StGB

§ 263 StGB. Betrug

§ 263a StGB. Computerbetrug

§ 264 StGB. Subventionsbetrug

Entscheidungen zu § 263a StGB

Bundesgerichtshof StGB § 263a Zur Schadensfeststellung beim Sportwettenbetrug durch Wetten im Internet und an Wettautomaten. BGH, Beschluss vom 20. 12. 2012 - 4 StR 580/11; LG Bochum (Lexetius.com/2012,6502) Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts und der Beschwerdeführer am 20. Dezember 2012 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO beschlossen: 1 …
Bundesgerichtshof StGB § 263a Zum Computerbetrug bei Abbuchungsauftragslastschrift. BGH, Beschluss vom 22. 1. 2013 - 1 StR 416/12; LG Heidelberg (Lexetius.com/2013,435) Der 1. Strafsenat …-StGB/ Wohlers, § 263a Rn. 27; Cramer/Perron in Schönke/Schröder, StGB, § 263a, 28. Aufl., Rn. 6 mwN …. computerspezifische Auslegung befürwortend etwa Wohlers in MüKo StGB, § 263a Rn. 28; Tiedemann aaO …
Bundesgerichtshof StGB §§ 263a, 242, 53 Der Diebstahl einer Scheckkarte kann zu einem Computerbetrug (durch unberechtigtes Bewirken einer Bargeldauszahlung an einem Geldautomaten) in Tatmehrheit stehen. BGH, Beschluss vom 30. 1. 2001 - 1 StR 512/ 00; LG Mannheim (Lexetius.com/2001,91 [2001/3/110 …; Günther in SK-StGB § 263a Rdn. 32; Kühl Strafrecht AT 3. Aufl. § 21 Rdn. 67; ebenso für den Fall …
Bundesgerichtshof StGB § 263a Abs. 1 Die Beantragung eines Mahn- und eines Vollstreckungsbescheides im automatisierten Mahnverfahren auf der Grundlage einer fingierten, tatsächlich nicht bestehenden Forderung stellt eine Verwendung unrichtiger Daten im Sinne des § 263a Abs. 1, 2. Var. StGB dar. BGH, Beschluss vom 19. 11. 2013 - 4 StR 292/13; LG Dortmund (Lexetius.com/2013,5374) Der 4. Strafsenat …