§ 1901b BGB. Gespräch zur Feststellung des Patientenwillens

Bürgerliches Gesetzbuch vom 18. August 1896
[1. September 2009]
1§ 1901b. Gespräch zur Feststellung des Patientenwillens.
(1) [1] Der behandelnde Arzt prüft, welche ärztliche Maßnahme im Hinblick auf den Gesamtzustand und die Prognose des Patienten indiziert ist. [2] Er und der Betreuer erörtern diese Maßnahme unter Berücksichtigung des Patientenwillens als Grundlage für die nach § 1901a zu treffende Entscheidung.
(2) Bei der Feststellung des Patientenwillens nach § 1901a Absatz 1 oder der Behandlungswünsche oder des mutmaßlichen Willens nach § 1901a Absatz 2 soll nahen Angehörigen und sonstigen Vertrauenspersonen des Betreuten Gelegenheit zur Äußerung gegeben werden, sofern dies ohne erhebliche Verzögerung möglich ist.
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für Bevollmächtigte entsprechend.
Anmerkungen:
1. 1. September 2009: Artt. 1 Nr. 2, 3 des Ersten Gesetzes vom 29. Juli 2009.

Umfeld von § 1901b BGB

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