§ 754a ZPO. Elektronischer Vollstreckungsauftrag
Civilprozeßordnung vom 30. Januar 1877
[1. Oktober 2026]
1§ 754a. Elektronischer Vollstreckungsauftrag.
(1) [1] Sofern bei einem Auftrag an den Gerichtsvollzieher zur Durchführung der Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen die Übergabe oder die Vorlage
- 1. der Ausfertigung des Vollstreckungstitels,
- 2. der Vollstreckungsklausel oder
- 3. weiterer Urkunden zum Nachweis der Vollstreckungsvoraussetzungen
(2) Kann der Gerichtsvollzieher anhand der übermittelten elektronischen Dokumente nicht zweifelsfrei feststellen, dass die Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung vorliegen, teilt er dies dem Auftraggeber mit und fordert die für die zweifelsfreie Feststellung erforderlichen Dokumente als elektronische Dokumente oder als Schriftstücke an.
(3) [1] Übermittelt der Auftraggeber Schriftstücke nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 als elektronische Dokumente, so hat er dem Gerichtsvollzieher zu versichern, dass
- 1. die übermittelten elektronischen Dokumente jeweils bildlich und inhaltlich mit den Schriftstücken übereinstimmen und
- 2. die Forderung in Höhe des Vollstreckungsauftrags noch besteht.
(4) [1] Bestehen die in Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 bezeichneten Schriftstücke nicht mehr oder treten Änderungen an ihnen auf, nachdem sie als elektronische Dokumente übermittelt worden sind, hat der Auftraggeber
- 1. den Gerichtsvollzieher hierüber unverzüglich zu informieren und
- 2. die geänderten Schriftstücke in elektronische Dokumente zu übertragen und diese dem Gerichtsvollzieher zu übermitteln.
- Anmerkungen:
- 1. 1. Oktober 2026: Artt. 1 Nr. 5, 18 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. Mai 2026.