§ 73 EnWG. Verfahrensabschluss, Begründung der Entscheidung, Zustellung

Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) vom 7. Juli 2005
[17. Mai 2019]
1§ 73. Verfahrensabschluss, Begründung der Entscheidung, Zustellung.
(1) [1] Entscheidungen der Regulierungsbehörde sind zu begründen und mit einer Belehrung über das zulässige Rechtsmittel den Beteiligten nach den Vorschriften des Verwaltungszustellungsgesetzes zuzustellen. 2[2] § 5 Abs. 4 des Verwaltungszustellungsgesetzes und § 178 Abs. 1 Nr. 2 der Zivilprozessordnung sind entsprechend anzuwenden auf Unternehmen und Vereinigungen von Unternehmen. [3] Entscheidungen, die gegenüber einem Unternehmen mit Sitz im Ausland ergehen, stellt die Regulierungsbehörde der Person zu, die das Unternehmen der Regulierungsbehörde als im Inland zustellungsbevollmächtigt benannt hat. [4] Hat das Unternehmen keine zustellungsbevollmächtigte Person im Inland benannt, so stellt die Regulierungsbehörde die Entscheidungen durch Bekanntmachung im Bundesanzeiger zu.
3(1a) 4[1] Werden Entscheidungen der Regulierungsbehörde durch Festlegung nach § 29 Absatz 1 oder durch Änderungsbeschluss nach § 29 Absatz 2 gegenüber allen oder einer Gruppe von Netzbetreibern oder von sonstigen Verpflichteten einer Vorschrift getroffen, kann die Zustellung nach Absatz 1 Satz 1 durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden. 5[2] Die öffentliche Bekanntmachung wird dadurch bewirkt, dass der verfügende Teil der Festlegung oder des Änderungsbeschlusses, die Rechtsbehelfsbelehrung und ein Hinweis auf die Veröffentlichung der vollständigen Entscheidung auf der Internetseite der Regulierungsbehörde im Amtsblatt der Regulierungsbehörde bekannt gemacht werden. 6[3] Die Festlegung oder der Änderungsbeschluss gilt mit dem Tag als zugestellt, an dem seit dem Tag der Bekanntmachung im Amtsblatt der Regulierungsbehörde zwei Wochen verstrichen sind; hierauf ist in der Bekanntmachung hinzuweisen. 7[4] § 41 Absatz 4 Satz 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes gilt entsprechend. 8[5] Für Entscheidungen der Regulierungsbehörde in Auskunftsverlangen gegenüber einer Gruppe von Unternehmen gelten die Sätze 1 bis 5 entsprechend, soweit den Entscheidungen ein einheitlicher Auskunftszweck zugrunde liegt.
9(2) Soweit ein Verfahren nicht mit einer Entscheidung abgeschlossen wird, die den Beteiligten nach Absatz 1 zugestellt wird, ist seine Beendigung den Beteiligten mitzuteilen.
(3) Die Regulierungsbehörde kann die Kosten einer Beweiserhebung den Beteiligten nach billigem Ermessen auferlegen.
Anmerkungen:
1. 13. Juli 2005: Artt. 1, 5 Abs. 2 des Gesetzes vom 7. Juli 2005.
2. 22. Dezember 2007: Artt. 2 Nr. 4a, 3 S. 1 des Gesetzes vom 18. Dezember 2007.
3. 4. August 2011: Artt. 1 Nr. 56, 8 des Gesetzes vom 26. Juli 2011.
4. 30. Juli 2016: Artt. 1 Nr. 24 Buchst. a, 13 Abs. 1 des Gesetzes vom 26. Juli 2016.
5. 17. Mai 2019: Artt. 1 Nr. 33, 25 Abs. 1 des Gesetzes vom 13. Mai 2019.
6. 30. Juli 2016: Artt. 1 Nr. 24 Buchst. c, 13 Abs. 1 des Gesetzes vom 26. Juli 2016.
7. 28. Dezember 2012: Artt. 1 Nr. 30, 8 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 2012.
8. 30. Juli 2016: Artt. 1 Nr. 24 Buchst. c, 13 Abs. 1 des Gesetzes vom 26. Juli 2016.
9. 5. April 2017: Artt. 117 Nr. 2, 183 des Gesetzes vom 29. März 2017.

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