§ 29 SGG

Sozialgerichtsgesetz (SGG) vom 3. September 1953
[9. Juni 2021]
1§ 29.
2(1) Die Landessozialgerichte entscheiden im zweiten Rechtszug über die Berufung gegen die Urteile und die Beschwerden gegen andere Entscheidungen der Sozialgerichte.
3(2) Die Landessozialgerichte entscheiden im ersten Rechtszug über
  • 41. Klagen gegen Entscheidungen der Landesschiedsämter sowie der sektorenübergreifenden Schiedsgremien auf Landesebene und gegen Beanstandungen von Entscheidungen der Landesschiedsämter und der sektorenübergreifenden Schiedsgremien auf Landesebene nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch, gegen Entscheidungen der Schiedsstellen nach § 120 Absatz 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch, der Schiedsstellen nach § 133 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch, der Schiedsstelle nach § 76 des Elften Buches Sozialgesetzbuch und der Schiedsstellen nach § 81 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch,
  • 52. Aufsichtsangelegenheiten gegenüber Trägern der Sozialversicherung und ihren Verbänden, gegenüber den Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen sowie der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, bei denen die Aufsicht von einer Landes- oder Bundesbehörde ausgeübt wird,
  • 63. Klagen in Angelegenheiten der Erstattung von Aufwendungen nach § 6b des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch,
  • 74. Anträge nach § 55a,
  • 85. Streitigkeiten nach § 4a Absatz 7 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch.
9(3) Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen entscheidet im ersten Rechtszug über
  • 101. Streitigkeiten zwischen gesetzlichen Krankenkassen untereinander betreffend den Risikostrukturausgleich sowie zwischen gesetzlichen Krankenkassen oder ihren Verbänden und dem Bundesamt für Soziale Sicherung betreffend den Risikostrukturausgleich, die Anerkennung von strukturierten Behandlungsprogrammen und die Verwaltung des Gesundheitsfonds,
  • 112. Streitigkeiten betreffend den Finanzausgleich der gesetzlichen Pflegeversicherung,
  • 123. Streitigkeiten betreffend den Ausgleich unter den gewerblichen Berufsgenossenschaften nach dem Siebten Buch Sozialgesetzbuch,
  • 134. Streitigkeiten über Entscheidungen des Bundeskartellamts, die die freiwillige Vereinigung von Krankenkassen nach § 172a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch betreffen.
14(4) Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg entscheidet im ersten Rechtszug über
  • 151. Klagen gegen die Entscheidung der Bundesschiedsämter nach § 89 Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch, des weiteren Schiedsamtes auf Bundesebene nach § 89 Absatz 12 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch, des sektorenübergreifenden Schiedsgremiums auf Bundesebene nach § 89a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch sowie der erweiterten Bewertungsausschüsse nach § 87 Abs. 4 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch, soweit die Klagen von den Einrichtungen erhoben werden, die diese Gremien bilden,
  • 162. Klagen gegen Entscheidungen des Bundesministeriums für Gesundheit nach § 87 Abs. 6 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gegenüber den Bewertungsausschüssen und den erweiterten Bewertungsausschüssen sowie gegen Beanstandungen des Bundesministeriums für Gesundheit gegenüber den Bundesschiedsämtern und dem sektorenübergreifenden Schiedsgremium auf Bundesebene,
  • 173. Klagen gegen Entscheidungen und Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (§§ 91, 92 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch), Klagen in Aufsichtsangelegenheiten gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss, Klagen gegen die Festsetzung von Festbeträgen durch die Spitzenverbände der Krankenkassen oder den Spitzenverband Bund der Krankenkassen, Klagen gegen Entscheidungen der Schiedsstellen nach den §§ 129, 130b und 134 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch sowie Klagen gegen Entscheidungen des Schlichtungsausschusses Bund nach § 19 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. April 1991 (BGBl. I S. 886), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 14. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2789) geändert worden ist.
  • 184. (weggefallen)
19(5) (weggefallen)
Anmerkungen:
1. 1. Januar 1954: § 224 Abs. 1 des Gesetzes vom 3. September 1953.
2. 1. April 2008: Artt. 1 Nr. 8 Buchst. a, 5 des Gesetzes vom 26. März 2008.
3. 1. April 2008: Artt. 1 Nr. 8 Buchst. b, 5 des Gesetzes vom 26. März 2008.
4. 24. Juni 2020: Artt. 10 Nr. 3 Buchst. a, 28 Abs. 12 des Gesetzes vom 12. Juni 2020.
5. 1. April 2011: Artt. 4 Nr. 1, 14 Abs. 3 des Gesetzes vom 24. März 2011.
6. 1. April 2011: Artt. 4 Nr. 1, 14 Abs. 3 des Gesetzes vom 24. März 2011.
7. 1. April 2020: Artt. 1 Nr. 1 Buchst. a, 11 S. 2 des Gesetzes vom 22. März 2020.
8. 1. April 2020: Artt. 1 Nr. 1 Buchst. b, 11 S. 2 des Gesetzes vom 22. März 2020.
9. 1. April 2008: Artt. 1 Nr. 8 Buchst. b, 5 des Gesetzes vom 26. März 2008.
10. 1. April 2020: Artt. 1 Nr. 2, 11 S. 2 des Gesetzes vom 22. März 2020.
11. 5. November 2008: Artt. 10a Nr. 1 Buchst. a, 13 Abs. 1 des Gesetzes vom 30. Oktober 2008.
12. 30. Juni 2013: Artt. 5 Abs. 8 Nr. 1 Buchst. a, 7 S. 1 des Gesetzes vom 26. Juni 2013.
13. 30. Juni 2013: Artt. 5 Abs. 8 Nr. 1 Buchst. b, 7 S. 1 des Gesetzes vom 26. Juni 2013.
14. 1. April 2008: Artt. 1 Nr. 8 Buchst. b, 5 des Gesetzes vom 26. März 2008.
15. 11. Mai 2019: Artt. 4 Nr. 2 Buchst. a, 17 Abs. 1 des Gesetzes vom 6. Mai 2019.
16. 11. Mai 2019: Artt. 4 Nr. 2 Buchst. b, 17 Abs. 1 des Gesetzes vom 6. Mai 2019.
17. 9. Juni 2021: Artt. 6, 20 Abs. 1 des Gesetzes vom 3. Juni 2021.
18. 5. November 2008: Artt. 10a Nr. 1 Buchst. b Doppelbuchst. bb, 13 Abs. 1 des Gesetzes vom 30. Oktober 2008.
19. 1. Januar 2011: Artt. 2 Nr. 2 Buchst. b, 12 Abs. 1 des Zweiten Gesetzes vom 22. Dezember 2010.

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