§ 1631 BGB. Inhalt und Grenzen der Personensorge

Bürgerliches Gesetzbuch vom 18. August 1896
[1. Januar 2002]
1§ 1631. 2Inhalt und Grenzen der Personensorge.
3(1) Die Personensorge umfaßt insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.
4(2) [1] Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. [2] Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
5(3) Das Familiengericht hat die Eltern auf Antrag bei der Ausübung der Personensorge in geeigneten Fällen zu unterstützen.
Anmerkungen:
1. 1. Januar 1980: Artt. 1 Nr. 6, 9 § 4 des Gesetzes vom 18. Juli 1979.
2. 1. Januar 2002: Artt. 1 Abs. 2 S. 3, 9 Abs. 1 S. 3 des Gesetzes vom 26. November 2001.
3. 1. Juli 1998: Artt. 1 Nr. 14 Buchst. a, 17 § 1 des Ersten Gesetzes vom 16. Dezember 1997.
4. 8. November 2000: Artt. 1 Nr. 3, 5 Abs. 1 S. 1 des Gesetzes vom 2. November 2000.
5. 1. Juli 1998: Artt. 1 Nr. 46, 17 § 1 des Ersten Gesetzes vom 16. Dezember 1997.

Umfeld von § 1631 BGB

§ 1630 BGB. Elterliche Sorge bei Pflegerbestellung oder Familienpflege

§ 1631 BGB. Inhalt und Grenzen der Personensorge

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Entscheidungen zu § 1631 BGB

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