§ 1908b BGB. Entlassung des Betreuers

Bürgerliches Gesetzbuch vom 18. August 1896
[6. Juli 2011]
1§ 1908b. 2Entlassung des Betreuers.
3(1) 4[1] Das Betreuungsgericht hat den Betreuer zu entlassen, wenn seine Eignung, die Angelegenheiten des Betreuten zu besorgen, nicht mehr gewährleistet ist oder ein anderer wichtiger Grund für die Entlassung vorliegt. 5[2] Ein wichtiger Grund liegt auch vor, wenn der Betreuer eine erforderliche Abrechnung vorsätzlich falsch erteilt oder den erforderlichen persönlichen Kontakt zum Betreuten nicht gehalten hat. [3] Das Gericht soll den nach § 1897 Abs. 6 bestellten Betreuer entlassen, wenn der Betreute durch eine oder mehrere andere Personen außerhalb einer Berufsausübung betreut werden kann.
(2) Der Betreuer kann seine Entlassung verlangen, wenn nach seiner Bestellung Umstände eintreten, auf Grund derer ihm die Betreuung nicht mehr zugemutet werden kann.
(3) Das Gericht kann den Betreuer entlassen, wenn der Betreute eine gleich geeignete Person, die zur Übernahme bereit ist, als neuen Betreuer vorschlägt.
(4) [1] Der Vereinsbetreuer ist auch zu entlassen, wenn der Verein dies beantragt. 6[2] Ist die Entlassung nicht zum Wohl des Betreuten erforderlich, so kann das Betreuungsgericht statt dessen mit Einverständnis des Betreuers aussprechen, daß dieser die Betreuung künftig als Privatperson weiterführt. [3] Die Sätze 1 und 2 gelten für den Behördenbetreuer entsprechend.
(5) Der Verein oder die Behörde ist zu entlassen, sobald der Betreute durch eine oder mehrere natürliche Personen hinreichend betreut werden kann.
Anmerkungen:
1. 1. Januar 1992: Artt. 1 Nr. 47, 11 des Gesetzes vom 12. September 1990.
2. 1. Januar 2002: Artt. 1 Abs. 2 S. 3, 9 Abs. 1 S. 3 des Gesetzes vom 26. November 2001.
3. 1. Juli 2005: Artt. 1 Nr. 12, 12 des Gesetzes vom 21. April 2005.
4. 1. September 2009: Artt. 50 Nr. 49, 112 Abs. 1 Halbs. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008.
5. 6. Juli 2011: Artt. 1 Nr. 5, 3 S. 2 des Gesetzes vom 29. Juni 2011.
6. 1. September 2009: Artt. 50 Nr. 49, 112 Abs. 1 Halbs. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008.