§ 829a ZPO. Elektronischer Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
Civilprozeßordnung vom 30. Januar 1877
[1. Oktober 2026]
1§ 829a. Elektronischer Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses.
(1) [1] Sofern bei einem Antrag auf Pfändung einer Geldforderung (§ 829), auf Pfändung und Überweisung einer Geldforderung (§§ 829, 835) oder auf Überweisung einer Geldforderung (§ 835) die Übergabe oder Vorlage
- 1. der Ausfertigung des Vollstreckungstitels,
- 2. der Vollstreckungsklausel oder
- 3. weiterer Urkunden zum Nachweis der Vollstreckungsvoraussetzungen
(2) Kann das Gericht anhand der übermittelten elektronischen Dokumente nicht zweifelsfrei feststellen, dass die Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung vorliegen, teilt es dies dem Antragsteller mit und fordert die für die zweifelsfreie Feststellung erforderlichen Dokumente als elektronische Dokumente oder als Schriftstücke an.
(3) Übermittelt der Antragsteller Schriftstücke nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 als elektronische Dokumente, so hat er dem Gericht zu versichern, dass
- 1. die übermittelten elektronischen Dokumente jeweils bildlich und inhaltlich mit den Schriftstücken übereinstimmen und
- 2. die Forderung in Höhe des Vollstreckungsantrags noch besteht.
(4) [1] Bestehen die in Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 genannten Schriftstücke nicht mehr oder treten Änderungen an ihnen auf, nachdem sie als elektronische Dokumente übermittelt worden sind, hat der Antragsteller
- 1. das Gericht hierüber unverzüglich zu informieren und
- 2. die geänderten Schriftstücke in elektronische Dokumente zu übertragen und diese dem Gericht zu übermitteln.
- Anmerkungen:
- 1. 1. Oktober 2026: Artt. 1 Nr. 13, 18 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. Mai 2026.