§ 51 SGG

Sozialgerichtsgesetz (SGG) vom 3. September 1953
[1. Januar 2018]
1§ 51.
(1) Die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit entscheiden über öffentlich-rechtliche Streitigkeiten
  • 1. in Angelegenheiten der gesetzlichen Rentenversicherung einschließlich der Alterssicherung der Landwirte,
  • 2. in Angelegenheiten der gesetzlichen Krankenversicherung, der sozialen Pflegeversicherung und der privaten Pflegeversicherung (Elftes Buch Sozialgesetzbuch), auch soweit durch diese Angelegenheiten Dritte betroffen werden; dies gilt nicht für Streitigkeiten in Angelegenheiten nach § 110 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch aufgrund einer Kündigung von Versorgungsverträgen, die für Hochschulkliniken oder Plankrankenhäuser (§ 108 Nr. 1 und 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch) gelten,
  • 3. in Angelegenheiten der gesetzlichen Unfallversicherung mit Ausnahme der Streitigkeiten aufgrund der Überwachung der Maßnahmen zur Prävention durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung,
  • 24. in Angelegenheiten der Arbeitsförderung einschließlich der übrigen Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit,
  • 34a. in Angelegenheiten der Grundsicherung für Arbeitsuchende,
  • 5. in sonstigen Angelegenheiten der Sozialversicherung,
  • 6. in Angelegenheiten des sozialen Entschädigungsrechts mit Ausnahme der Streitigkeiten aufgrund der §§ 25 bis 27j des Bundesversorgungsgesetzes (Kriegsopferfürsorge), auch soweit andere Gesetze die entsprechende Anwendung dieser Vorschriften vorsehen,
  • 46a. in Angelegenheiten der Sozialhilfe [und des Asylbewerberleistungsgesetzes],
  • 57. bei der Feststellung von Behinderungen und ihrem Grad sowie weiterer gesundheitlicher Merkmale, ferner der Ausstellung, Verlängerung, Berichtigung und Einziehung von Ausweisen nach § 152 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch,
  • 68. die aufgrund des Aufwendungsausgleichsgesetzes entstehen,
  • 79. (weggefallen)
  • 10. für die durch Gesetz der Rechtsweg vor diesen Gerichten eröffnet wird.
(2) 8[1] Die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit entscheiden auch über privatrechtliche Streitigkeiten in Angelegenheiten der Zulassung von Trägern und Maßnahmen durch fachkundige Stellen nach dem Fünften Kapitel des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und in Angelegenheiten der gesetzlichen Krankenversicherung, auch soweit durch diese Angelegenheiten Dritte betroffen werden. 9[2] Satz 1 gilt für die soziale Pflegeversicherung und die private Pflegeversicherung (Elftes Buch Sozialgesetzbuch) entsprechend.
10(3) Von der Zuständigkeit der Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit nach den Absätzen 1 und 2 ausgenommen sind Streitigkeiten in Verfahren nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, die Rechtsbeziehungen nach § 69 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch betreffen.
Anmerkungen:
1. 2. Januar 2002: Artt. 1 Nr. 22, 19 S. 3 des Gesetzes vom 17. August 2001.
2. 1. Januar 2004: Artt. 42, 124 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Dezember 2003.
3. 1. Januar 2005: Artt. 1 Nr. 10 Buchst. a, 4 Abs. 1 des Zweiten Gesetzes vom 9. Dezember 2004.
4. 1. Januar 2005: Artt. 38, 70 Abs. 1 des Gesetzes vom 27. Dezember 2003, Artt. 1 Nr. 10 Buchst. b, 4 Abs. 1 des Zweiten Gesetzes vom 9. Dezember 2004.
5. 1. Januar 2018: Artt. 19 Abs. 7, 26 Abs. 1 S. 1 des Gesetzes vom 23. Dezember 2016.
6. 1. Januar 2006: Artt. 2 Nr. 7, 4 S. 2 des Zweiten Gesetzes vom 22. Dezember 2005.
7. 1. August 2004: Artt. 22, 26 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Juli 2004.
8. 1. Januar 2013: Artt. 5, 6 des Gesetzes vom 5. Dezember 2012.
9. 1. Januar 2011: Artt. 2 Nr. 3 Buchst. a, 12 Abs. 1 des Zweiten Gesetzes vom 22. Dezember 2010.
10. 1. Januar 2011: Artt. 2 Nr. 3 Buchst. b, 12 Abs. 1 des Zweiten Gesetzes vom 22. Dezember 2010.

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