Art. 2 GG

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949
[24. Mai 1949]
1Artikel 2.
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) [1] Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. [2] Die Freiheit der Person ist unverletzlich. [3] In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Anmerkungen:
1. 24. Mai 1949: Art. 145 Abs. 2 des Gesetzes vom 23. Mai 1949.

Umfeld von Art. 2 GG

Art. 1 GG

Art. 2 GG

Art. 3 GG

Entscheidungen zu Art. 2 GG

Bundesverwaltungsgericht Kammerrecht Flugplatz; Flugplatz-Betriebsgesellschaft; gewerbliche Wirtschaft; Industrie- und Handelskammer; Kammerzugehörige; öffentliches Interesse; Pflichtmitgliedschaft; Unterlassungsanspruch; Zwangsverband GG Art. 2 Abs. 1; IHKG § 1 1. Kammerzugehörige können von der Industrie- und Handelskammer verlangen, Tätigkeiten zu unterlassen, die über die ihnen gesetzlich …
Bundesgerichtshof GG Art. 2 Abs. 1, BGB § 39 Dem Mitglied eines eingetragenen Tierzuchtvereins, der das Zuchtbuch und das Körbuch führt, kann die nach seinem Beitritt in die Satzung aufgenommene Schiedsklausel jedenfalls dann nicht entgegengehalten werden, wenn es dieser Satzungsänderung nicht zugestimmt hat und sich vor den ordentlichen Gerichten gegen eine Vereinsstrafe wendet. BGH, Urteil …
Bundesgerichtshof GG Art. 2 Abs. 2 Satz 2 Erlangt die Behörde Kenntnis von der Ablehnung des Asylantrages des Betroffenen als offensichtlich unbegründet, so gebietet das in Haftsachen geltende Beschleunigungsgebot grundsätzlich, dass unverzüglich die für die Durchführung der Abschiebung erforderlichen Maßnahmen eingeleitet werden. BGH, Beschluss vom 26. 9. 2013 - V ZB 2/13; LG Stade (Lexetius.com …
Bundesarbeitsgericht Betriebliches Rauchverbot - Raucherschutz BetrVG § 75 Abs. 2, §§ 87, 88; GG Art. 2 1. Die Betriebspartner sind befugt, durch Betriebsvereinbarung ein betriebliches Rauchverbot zu erlassen, um Nichtraucher vor den Gesundheitsgefahren und Belästigungen des Passivrauchens zu schützen; jedoch müssen sie dabei gemäß § 75 Abs. 2 BetrVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 GG …
Bundesverwaltungsgericht Friedhofsbenutzung; Grabmal; Gestaltungsvorschriften für Grabmale. GG Art. 2 Abs. 1, Art. 4 Abs. 1 und 2 Dem Friedhofsträger ist nicht verboten, Vorschriften über die Grabgestaltung zu erlassen, die durch die allgemeinen Friedhofszwecke nicht gefordert, aber mit ihnen vereinbar sind, sofern sie durch einen legitimen Zweck gedeckt sind und die Rechte der Friedhofsbenutzer …
Bundesgerichtshof ZPO § 114; BGB § 823 Abs. 1; GG Art. 2 Ob das aus Zahlungen einer Geldentschädigung wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts stammende Vermögen zur Deckung von Prozesskosten einzusetzen ist, ist unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles zu entscheiden. BGH, Beschluss vom 10. 1. 2006 - VI ZB 26/ 05; KG Berlin (Lexetius.com/2006,77) Der VI. Zivilsenat …
Bundesgerichtshof GG Art. 2 Abs. 1, 20 Abs. 3; ZPO § 233 Das Gebot eines fairen Verfahrens erfordert es nicht, dass das angegangene Berufungsgericht unmittelbar nach Eingang einer Berufungsschrift seine Zuständigkeit prüft, um diesbezügliche Fehler des Rechtsmittelführers ausgleichen zu können. BGH, Beschluss vom 5. 10. 2005 - VIII ZB 125/ 04; OLG Düsseldorf (Lexetius.com/2005,2489) Der VIII …
Bundesverwaltungsgericht Staatszielbestimmung; Tierschutz; Schächten; betäubungsloses Schlachten; Religionsgemeinschaft; zwingende Vorschriften einer Religionsgemeinschaft; Ausnahmegenehmigung für betäubungsloses Schlachten; Islam; Muslime und Schächtgebot. GG Art. 2, 4, 20a; TierSchG §§ 1, 4a Die Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel in Art. 20a GG schließt es nicht aus, einem muslimischen …
Bundesgerichtshof StGB §§ 66, 67d Abs. 2; GG Art. 2, Art. 104 Fortdauer der Sicherungsverwahrung bei zu erwartenden Raubtaten mit Scheinwaffe. BGH, Beschluss vom 11. 12. 2012 - 5 StR 431/12; OLG Celle (Lexetius.com/2012,6050) Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. Dezember 2012 beschlossen: Die Sache wird an das Oberlandesgericht Celle zurückgegeben. Gründe: I …
Bundesgerichtshof BGB § 823 Abs. 1, § 1004; GG Art. 2 Abs. 1 Die mit der Darstellung der Haltungsbedingungen von Tieren verbundene, an eine Bank gerichtete Aufforderung auf der Internetseite eines Tierschutzvereins, das Konto eines Interessenverbandes der Tierzüchter zu kündigen, kann ein mit einer Meinungsäußerung verbundener zulässiger Boykottaufruf sein. BGH, Urteil vom 19. 1. 2016 - VI ZR 302 …
Bundesgerichtshof EuGVÜ Art. 27 Nr. 1; GG Art. 2 Abs. 1; BGB § 765 Hat ein zuständiges ausländisches Gericht auf der Grundlage des anwendbaren ausländischen Rechts einen Bürgen zur Zahlung verurteilt, kann vor einer Vollstreckbarerklärung in Deutschland im Hinblick auf das Grundrecht des Bürgen auf Selbstgestaltung seiner Rechtsverhältnisse regelmäßig nur geprüft werden, ob der Schuldner wegen …
Bundesarbeitsgericht KSchG § 1 Abs. 2; GG Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 Ein Arbeitnehmer ist regelmäßig nicht verpflichtet, im laufenden Arbeitsverhältnis routinemäßigen Blutuntersuchungen zur Klärung, ob er alkohol- oder drogenabhängig ist, zuzustimmen. BAG, Urteil vom 12. 8. 1999 - 2 AZR 55/ 99 (Lexetius.com/1999,1187 [2001/8/158]) Tatbestand: Der 1958 geborene Kläger ist seit 1989 …
Bundesgerichtshof ZPO §§ 641 i, 578 ff.; GG Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 a) Zum jeweiligen Prüfungsumfang in den drei Stufen eines Wiederaufnahmeverfahrens. b) Zu den Voraussetzungen der Zulässigkeit und Begründetheit einer Restitutionsklage nach § 641 i ZPO. c) Zur Frage der Verfassungswidrigkeit des § 641 i ZPO. BGH, Urteil vom 18. 9. 2003 - XII ZR 62/ 01; OLG Frankfurt (Lexetius.com/2003,2333 …
Bundesgerichtshof GG Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1; ZPO § 286 B a) Zu dem von Art. 2 Abs. 1 i. V. mit Art. 1 Abs. 1 GG - u. a. - geschützten Recht am gesprochenen Wort gehört auch die Befugnis, selbst zu bestimmen, ob der Kommunikationsinhalt einzig dem Gesprächspartner, einem bestimmten Personenkreis oder der Öffentlichkeit zugänglich sein soll. b) Der Schutz des Rechts am gesprochenen Wort hängt …
Bundesgerichtshof GG Art. 2 Abs. 1, Art. 5 Abs. 3 Satz 1; BGB § 823 Abs. 1, § 1004 a) Zur Frage der Erkennbarkeit einer realen Person in einer Romanfigur. b) Zur Abwägung zwischen Kunstfreiheit und allgemeinem Persönlichkeitsrecht, wenn eine Romanfigur keine verselbständigte Kunstfigur, sondern eine real existierende Person darstellt und diese durch Hinzufügung von Details in negativer Weise …
Bundesgerichtshof BGB § 823 Abs. 1, GG Art. 2, Art. 5 Abs. 1 a) Sind mehrere sich nicht gegenseitig ausschließende Deutungen des Inhalts einer Äußerung möglich, so ist der rechtlichen Beurteilung diejenige zugrunde zu legen, die dem in Anspruch Genommenen günstiger ist und den Betroffenen weniger beeinträchtigt. b) Bei einer Berichterstattung über bestimmte Personen dürfen nicht solche Fakten …