§ 3 UrhG. Bearbeitungen

Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz) vom 9. September 1965
[1. Juli 1985]
1§ 3. Bearbeitungen. [1] Übersetzungen und andere Bearbeitungen eines Werkes, die persönliche geistige Schöpfungen des Bearbeiters sind, werden unbeschadet des Urheberrechts am bearbeiteten Werk wie selbständige Werke geschützt. [2] Die nur unwesentliche Bearbeitung eines nicht geschützten Werkes der Musik wird nicht als selbständiges Werk geschützt.
Anmerkungen:
1. 1. Juli 1985: Artt. 1 Nr. 2, 4 Abs. 3 des Gesetzes vom 24. Juni 1985.

Umfeld von § 3 UrhG

§ 2 UrhG. Geschützte Werke

§ 3 UrhG. Bearbeitungen

§ 4 UrhG. Sammelwerke und Datenbankwerke

Entscheidungen zu § 3 UrhG

Bundesgerichtshof UrhG § 3, § 23 Eine Fragensammlung, die als Arbeitskontrolle zu einem medizinischen Fachbuch dienen soll und sich dementsprechend sachlich und inhaltlich an dieses Fachbuch anlehnt, kann bei eigenschöpferischer Auswahl und Gestaltung der Fragen als - abhängige - Werkschöpfung urheberrechtsschutzfähig sein. BGH, Urteil vom 27. 2. 1981 - I ZR 20/ 79 - Fragensammlung; OLG Karlsruhe …
Bundesgerichtshof UrhG § 3; BGB § 242 Cc Die Übersetzung eines Sprachwerkes nach § 2 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 UrhG stellt im allgemeinen eine persönliche geistige Schöpfung des Übersetzers dar. Muß der Schuldner davon ausgehen, daß der Berechtigte keine Kenntnis von dem ihm zustehenden Anspruch hat, fehlt es an dem für die Verwirkung erforderlichen Vertrauenstatbestand. BGH, Urteil vom 15. 9. 1999 …