§ 1915 BGB. Anwendung des Vormundschaftsrechts

Bürgerliches Gesetzbuch vom 18. August 1896
[1. September 2009]
1§ 1915. 2Anwendung des Vormundschaftsrechts.
3(1) [1] Auf die Pflegschaft finden die für die Vormundschaft geltenden Vorschriften entsprechende Anwendung, soweit sich nicht aus dem Gesetz ein Anderes ergiebt. [2] Abweichend von § 3 Abs. 1 bis 3 des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes bestimmt sich die Höhe einer nach § 1836 Abs. 1 zu bewilligenden Vergütung nach den für die Führung der Pflegschaftsgeschäfte nutzbaren Fachkenntnissen des Pflegers sowie nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Pflegschaftsgeschäfte, sofern der Pflegling nicht mittellos ist. 4[3] An die Stelle des Familiengerichts tritt das Betreuungsgericht; dies gilt nicht bei der Pflegschaft für Minderjährige oder für eine Leibesfrucht.
(2) Die Bestellung eines Gegenvormundes ist nicht erforderlich.
5(3) § 1793 Abs. 2 findet auf die Pflegschaft für Volljährige keine Anwendung.
Anmerkungen:
1. 1. Januar 1900: Erstes Gesetz vom 18. August 1896, Art. 1 des Zweiten Gesetzes vom 18. August 1896.
2. 1. Januar 2002: Artt. 1 Abs. 2 S. 3, 9 Abs. 1 S. 3 des Gesetzes vom 26. November 2001.
3. 1. Juli 2005: Artt. 1 Nr. 18, 12 des Gesetzes vom 21. April 2005.
4. 1. September 2009: Artt. 50 Nr. 51, 112 Abs. 1 Halbs. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008.
5. 1. Januar 1999: Artt. 1 Nr. 4, 4 des Ersten Gesetzes vom 25. August 1998.

Umfeld von § 1915 BGB

§ 1914 BGB. Pflegschaft für gesammeltes Vermögen

§ 1915 BGB. Anwendung des Vormundschaftsrechts

§ 1916 BGB. Berufung als Ergänzungspfleger