§ 34 PatG

Patentgesetz vom 5. Mai 1936
[8. September 2015]
1§ 34.
(1) Eine Erfindung ist zur Erteilung eines Patents beim Patentamt anzumelden.
(2) 2[1] Die Anmeldung kann auch über ein Patentinformationszentrum eingereicht werden, wenn diese Stelle durch Bekanntmachung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz im Bundesgesetzblatt dazu bestimmt ist, Patentanmeldungen entgegenzunehmen. [2] Eine Anmeldung, die ein Staatsgeheimnis (§ 93 Strafgesetzbuch) enthalten kann, darf bei einem Patentinformationszentrum nicht eingereicht werden.
(3) Die Anmeldung muß enthalten:
  • 1. den Namen des Anmelders;
  • 2. einen Antrag auf Erteilung des Patents, in dem die Erfindung kurz und genau bezeichnet ist;
  • 3. einen oder mehrere Patentansprüche, in denen angegeben ist, was als patentfähig unter Schutz gestellt werden soll;
  • 4. eine Beschreibung der Erfindung;
  • 5. die Zeichnungen, auf die sich die Patentansprüche oder die Beschreibung beziehen.
(4) Die Erfindung ist in der Anmeldung so deutlich und vollständig zu offenbaren, daß ein Fachmann sie ausführen kann.
(5) Die Anmeldung darf nur eine einzige Erfindung enthalten oder eine Gruppe von Erfindungen, die untereinander in der Weise verbunden sind, daß sie eine einzige allgemeine erfinderische Idee verwirklichen.
3(6) 4[1] Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung Bestimmungen über die Form und die sonstigen Erfordernisse der Anmeldung zu erlassen. 5[2] Es kann diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf das Deutsche Patent- und Markenamt übertragen.
6(7) Auf Verlangen des Patentamts hat der Anmelder den Stand der Technik nach seinem besten Wissen vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben und in die Beschreibung (Absatz 3) aufzunehmen.
7(8) 8[1] Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung Bestimmungen über die Hinterlegung von biologischem Material, den Zugang hierzu einschließlich des zum Zugang berechtigten Personenkreises und die erneute Hinterlegung von biologischem Material zu erlassen, sofern die Erfindung die Verwendung biologischen Materials beinhaltet oder sie solches Material betrifft, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und das in der Anmeldung nicht so beschrieben werden kann, daß ein Fachmann die Erfindung danach ausführen kann (Absatz 4). 9[2] Es kann diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf das Deutsche Patent- und Markenamt übertragen.
Anmerkungen:
1. 1. November 1998: Artt. 2 Nr. 10, 30 Abs. 2 des Gesetzes vom 16. Juli 1998.
2. 8. September 2015: Artt. 204, 627 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 2015.
3. 1. Januar 2002: Artt. 7 Nr. 16 Buchst. a, Buchst. c, 30 Abs. 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
4. 8. September 2015: Artt. 204, 627 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 2015.
5. 1. Januar 2002: Artt. 7 Nr. 16 Buchst. b, 30 Abs. 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
6. 1. Januar 2002: Artt. 7 Nr. 16 Buchst. c, 30 Abs. 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
7. 1. Januar 2002: Artt. 7 Nr. 16 Buchst. c, 30 Abs. 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2001.
8. 8. September 2015: Artt. 204, 627 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 2015.
9. 1. Januar 2002: Artt. 7 Nr. 16 Buchst. b, 30 Abs. 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2001.

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