§ 125 BauGB. Bindung an den Bebauungsplan

Baugesetzbuch (BauGB) vom 23. Juni 1960
[20. Juli 2004]
1§ 125. Bindung an den Bebauungsplan.
2(1) Die Herstellung der Erschließungsanlagen im Sinne des § 127 Abs. 2 setzt einen Bebauungsplan voraus.
3(2) Liegt ein Bebauungsplan nicht vor, so dürfen diese Anlagen nur hergestellt werden, wenn sie den in § 1 Abs. 4 bis 7 bezeichneten Anforderungen entsprechen.
4(3) Die Rechtmäßigkeit der Herstellung von Erschließungsanlagen wird durch Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans nicht berührt, wenn die Abweichungen mit den Grundzügen der Planung vereinbar sind und
  • 1. die Erschließungsanlagen hinter den Festsetzungen zurückbleiben oder
  • 2. die Erschließungsbeitragspflichtigen nicht mehr als bei einer plangemäßen Herstellung belastet werden und die Abweichungen die Nutzung der betroffenen Grundstücke nicht wesentlich beeinträchtigen.
Anmerkungen:
1. 23. Juni 1961/29. Juni 1961: § 189 Abs. 2 S. 1 des Gesetzes vom 23. Juni 1960.
2. 1. Juli 1987: Artt. 1 Nr. 97 Buchst. a, 5 des Gesetzes vom 8. Dezember 1986.
3. 20. Juli 2004: Artt. 1 Nr. 47, 7 des Gesetzes vom 24. Juni 2004.
4. 1. Juli 1987: Artt. 1 Nr. 97 Buchst. b, 5 des Gesetzes vom 8. Dezember 1986.