§ 212 StGB. Totschlag

Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 15. Mai 1871
[1. Januar 1975][1. September 1969]
§ 212. Totschlag § 212
(1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft. (1) Wer einen Menschen vorsätzlich tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.
(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen. (2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.
[1. September 1969–1. Januar 1975]
1§ 212.
2(1) Wer einen Menschen vorsätzlich tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.
3(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.
Anmerkungen:
1. 15. September 1941: §§ 2 Buchst. b, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 4. September 1941.
2. 1. September 1969: Artt. 3, 4, 5 Abs. 4, 102, 105 Nr. 1 Buchst. b des Gesetzes vom 25. Juni 1969, Bekanntmachung vom 1. September 1969.
3. 1. September 1969: Artt. 3, 4, 5 Abs. 1, 102, 105 Nr. 1 Buchst. b des Gesetzes vom 25. Juni 1969, Bekanntmachung vom 1. September 1969.

Umfeld von § 212 StGB

§ 211 StGB. Mord

§ 212 StGB. Totschlag

§ 213 StGB. Minder schwerer Fall des Totschlags

Entscheidungen zu § 212 StGB

Bundesgerichtshof StGB §§ 212, 216 Zum rechtfertigenden Behandlungsabbruch auf der Grundlage des Patientenwillens nach den Grundsätzen der Senatsentscheidung vom 25. Juni 2010 (2 StR 454/ 09 - NJW 2010, 2963). BGH, Beschluss vom 10. 11. 2010 - 2 StR 320/ 10; LG Köln (Lexetius.com/2010,4611) Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung …
Bundesgerichtshof StGB §§ 212, 13 Abs. 1 Eine bewusste Selbstgefährdung lässt grundsätzlich die Erfolgsabwendungspflicht des eintrittspflichtigen Garanten nicht entfallen, wenn sich das allein auf Selbstgefährdung angelegte Geschehen erwartungswidrig in Richtung auf den Verlust des Rechtsguts entwickelt. BGH, Beschluss vom 5. 8. 2015 - 1 StR 328/15; LG München I (Lexetius.com/2015,3835) Der 1 …
Bundesgerichtshof StGB § 212; WStrG § 5 Abs. 1 Rechtswidrigkeit und Schuld bei bedingt … 41, 149; BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz, bedingter 44; vgl. auch BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz … dieser Art angezeigt erscheint (vgl. BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz, bedingter 44 sowie 46 …, keinen strafrechtlichen Schuldvorwurf (BGHSt 39, 168, 194 f.; 41, 10, 15; BGHR StGB § 212 Abs. 1 Vorsatz …
Bundesgerichtshof StGB §§ 212, 216, 13 BGB §§ 1901a ff. 1. Sterbehilfe durch Unterlassen, Begrenzen oder Beenden einer begonnenen medizinischen Behandlung (Behandlungsabbruch) ist gerechtfertigt, wenn dies dem tatsächlichen oder mutmaßlichen Patientenwillen entspricht (§ 1901a BGB) und dazu dient, einem ohne Behandlung zum Tode führenden Krankheitsprozess seinen Lauf zu lassen. 2 …